Rendite von Lebensversicherungen im Vergleich

· Rendite von Lebensversicherungen im Vergleich
Vermögen aufbauen oder fürs Alter vorsorgen

Nach wie vor wird die Lebensversicherung in Deutschland von sehr vielen Menschen genutzt, sei es als Risikolebensversicherung zur reinen Absicherung von Angehörigen oder auch als Kapitallebensversicherung, um zusätzlich Vermögen aufzubauen oder fürs Alter vorzusorgen.

Im Bereich der Kapitallebensversicherung kann man inzwischen zwischen einer klassischen Kapitallebensversicherung einerseits und einer fondsgebundenen Lebensversicherung andererseits wählen. Die Rendite von Lebensversicherungen im Vergleich der Anbieter herauszufinden ist keine leichte Aufgabe, da nur ein kleiner Teil des Ertrages in Form eines garantierten Zinssatzes besteht. Dieses trifft auch nur für die klassische Kapitallebensversicherung zu, denn bei der fondsgebundenen Lebensversicherung gibt es keinerlei garantierten Ertrag.

Während es bei der fondsgebundenen Kapitallebensversicherung nahezu ausschließlich auf die Performance des jeweiligen Fonds ankommt, welche Rendite man letztendlich erzielen kann, spielen bei der klassischen Kapitallebensversicherung die Überschussanteile eine wichtige Rolle. Die Rendite von Lebensversicherungen im Vergleich festzustellen ist eben aufgrund der Berechnung der Überschussanteile sehr schwierig. Da die Höhe der Überschussanteile seitens der Versicherungsgesellschaft gegenüber dem Versicherten nicht garantiert werden muss, kann die Versicherung die Höhe der zukünftigen Überschussanteile im Grunde (etwas überspitzt ausgedrückt) beziffern wie sie möchte. Für den vergleichenden Kunden stellt diese Vorgehensweise jedoch ein großes Problem dar, denn eine wirkliche Vergleichbarkeit ist so nicht gegeben. Warum ist das so? Kalkuliert eine Versicherung A ihre zukünftigen Überschussanteile zum Beispiel mit einer Rendite von acht Prozent und eine andere Versicherung B gibt als Rendite in Form der Überschussanteile sechs Prozent an, so wird sich zunächst einmal jeder Anleger für die Versicherung A entscheiden.

Wenn diese Versicherung A jedoch viele zu optimistisch und im Grunde unrealistisch kalkuliert und in der Praxis bisher auch nur eine Rendite in Form der Überschussanteile von fünf Prozent erzielen konnte, kann es durchaus sein, dass die realistisch kalkulierten sechs Prozent der Versicherung B auch in der Praxis zu erzielen sind, und diese Versicherung somit die bessere Rendite hat.

Was kann man nun als Vergleichender tun, um ein einigermaßen verwertbares Ergebnis zu erzielen? Die Rendite von Lebensversicherungen im Vergleich kann man im Grunde nur praxisnah herausfinden, wenn man sich von den einzelnen Versicherungsunternehmen darstellen lässt, wie hoch die Überschussanteile in der Vergangenheit war. Man sollte sich also nicht mit Kalkulationen für die Zukunft und Prognosen abfinden, sondern auf jeden Fall Zahlen aus der Vergangenheit fordern. Eine seriös kalkulierende Versicherung wird dann auch keine Einwände haben, diese Zahlen offen zulegen. Dieser Vergleich ist zwar recht aufwendig, da manuelle Arbeit gefordert ist, aber im Endeffekt kann man so viel Geld sparen und sich vor bösen Überraschungen in Form von sehr niedrigen Renditen weitestgehend schützen.

Kommentare

Gute Altenativen zu Lebensversicherungen vergleichen

Der Bericht verdeutlicht ausgezeichnet die Art der Renditeberechnung, wie man sie heute als Anleger vornehmen sollte. Besonders gut hat mir die Differenzierung zwischen der klassischen und der fondsgebundenen Lebensversicherung gefallen. Ich persönlich würde mich heute allerdings aufgrund der möglichen Riesterförderung immer für eine Rentenversicherung entscheiden. Und wenn das Todesfallrisiko auch noch abgesichert werden soll, kann man zusätzlich eine sehr preiswerte Risikolebensversicherung abschließen.